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VON DER KRISE ZUM LUXUS UND ZU DEN ZOMBIES – DIE SCHWEIZER UHRENINDUSTRIE: LEHRSTÜCK EINER WIEDERAUFERSTEHUNG (Buch von Ignaz Miller)

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Art.Nr.: F120
ISBN: 978-3-939315-88-9
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Buchtitel: VON DER KRISE ZUM LUXUS UND ZU DEN ZOMBIES – DIE SCHWEIZER UHRENINDUSTRIE: LEHRSTÜCK EINER WIEDERAUFERSTEHUNG
Autor: Ignaz Miller
ISBN: 978-3-939315-88-9 / 9783939315889
Fakten: 2. erweiterte Auflage, Berlin 2022 auf 112 S., Format 174 x 251 mm, Softcover
Hinweis:
Die erste Auflage ist unter dem Titel: „Krise, Luxus und Manager“ erschienen

Buch über die Schweizer Uhrenindustrie der letzten 30 Jahre

Ignaz Miller* als profunder Kenner der Schweizer Uhrenindustrie und deren Macher schreibt:.
Nach zwei fundamentalen Krisen lässt sich festhalten, dass es diese Industrie immer noch gibt. Wie wohl eine Uhr weniger denn je unverzichtbar ist.
Wie sich die Uhrmacher vom handwerklichen Anfängen zur Industrie fand und sich in der Krise neu entdeckte.

Eine Industrie im Schatten von Geist und Geographie - eine fundamentale Identitätskrise - eine Befreiung von staatlichen Versagen - Swatch, eine Uhr ohne uhrmacherische Tabus - die Renaissance der Omega - Jean Claude Biver und das Gespür für emotionale Erwartungen - der Wettbewerb der Komplikationen - Cartier und Breguet oder die Wiederentdeckung der grossen Namen - Rolex sein Mythos - Patek Philippe, Vacheron Constantin und die grossen Genfer Namen
„Die Krise der Uhrenindustrie hatte dazu geführt, dass die ideenlosen Manager das Feld räumen musste. Es kamen neue, unverbrauchte Kräfte und es kam neues Geld. Und mit dem Geld kam eine starke Führung. Aber auch die intuitive Erkenntnis nicht die sekundengenaue Zeit zu verkaufen, sondern Emotionen.“
„Alles in allem ein plastisches Bespiel für eine kapitalistische Selbstheilung, wie sie höchst selten zu beobachten ist.“
——
„Ein sehr beeindruckender Einblick hinter die Kulissen.“
Dr. Bernhard Huber
„Es gibt nur sehr wenige Journalisten, die solch eine ‚Tour de Force‘ zustande bringen könnten. Mut und grosses Detailwissen gehören ebenfalls dazu.“
Christian Pfeiffer-Belli, ChronoHype München

„Faszinierende Schilderungen aus der Schweizer Uhrenindustrie“,
Beat Gygi, Weltwoche



Leseprobe
(ca. 600 kB/ reduzierte Auflösung)


Rezension zur ersten Auflage von Dr. Bernhard Huber, DGC, 19.11.2020

Der Journalist und Historiker Ignaz Miller (*1953) studierte in Aachen und Köln, schrieb seine Dissertation über einen Trierer Kurfürsten und lebt seit langem in Zürich. Er arbeitete für Die Weltwoche und die Neue Zürcher Zeitung, betreibt ein eigenes Redaktionsbüro und ist Verfasser mehrerer Bücher zum 1. Weltkrieg. Nun hat er ein bemerkenswertes Buch über die Schweizer Uhrenindustrie vorgelegt.

Das Buch konzentriert sich auf die letzten 30 Jahre der Schweizer Uhrenbranche und beschreibt wie dieser Industriezweig nach der großen Quarzkrise und einer Phase der schöpferischen Zerstörung wieder erfolgreich auferstand. Als Journalist hat Ignaz Miller im Laufe der Jahre fundierte Einsichten in die Schweizer Uhrenindustrie erworben und auch deren Macher persönlich kennengelernt. Das erworbene breite Wissen hat er nun benutzt, um die generellen Trends dieser Branche zu beschreiben und dann im Einzelnen auf die führenden Hersteller einzugehen.

Neugierig macht den Leser bereits der Haftungsausschluss im Vorwort: „Alle hier beschriebenen Ereignisse, Gespräche und Begegnungen hat der Autor so wie beschrieben erlebt….Um alle Zweifel auszuräumen, sei betont, dass alle Verantwortung für den Text beim Autor liegt.“ Das verheißt, dass hier spannende Informationen offengelegt werden, die man in dieser Form sonst nirgends findet. Und nicht nur Einblicke in Personen, Produkte und Firmenkulturen sind es, die der Autor vermittelt, sondern auch seine Anmerkungen und eigene Meinung sind lesenswert.

Steigt man nach dieser Vorbereitung in das Buch ein, findet man ein Kaleidoskop-ähnliches schillerndes Gesamtbild der Schweizer Uhrenindustrie. Der Schlüsselbegriff für den Erfolg der letzten drei Jahrzehnte ist „Emotion“. Die Uhr kaum mehr als Zeitmesser, sondern „Swiss made“ und „Emotion“. Angefangen hat es mit der modischen Swatch Uhr der 80er Jahre, die ein ganz neues Lebensgefühl vermitteln sollte: bunt, fröhlich, Lebensfreude, Kreativität. Nicolas Hayek drückte das treffend so aus: „Fashion is about image. Emotional products are about message – a strong, exciting, distinct, authentic message that tells people who you are“. Heute steht eine andere „Emotion“ im Mittelpunkt. Der Generaltrend fokussiert auf das Ansehen, die Bedeutung und das erhebende Luxusgefühl, das eine Edelmarke heute dem Träger seiner hochpreisigen Uhren vermitteln möchte.

Im Detail schildert der Verfasser die Entwicklung der letzten Jahrzehnte in 18 Kapiteln anhand der namhaftesten Firmen dieser Branche auf jeweils zwischen 2 und 4 Seiten. Dabei taucht auf jeder Buchseite eine Vielzahl handelnder Personen auf, die entscheidend die Geschicke der Firmen beeinflussten. Leider fehlt im Buch ein Personenregister. Es wäre hilfreich gewesen und hätte einen großen Umfang gehabt.

Der Verfasser pflegt einen flotten journalistischen Schreibstil, urteilt mit großem Sachverstand und kritisiert unternehmerische Fehlentscheidungen. Seine unverblümte Offenheit könnte auch der Grund gewesen sein, warum der Verfasser in der Schweiz keinen Verlag für sein Buch fand. Nun hat unser Michael Stern vom rührigen Verlag „Historische Uhrenbücher“ die Chance ergriffen, das Werk der Öffentlichkeit anzubieten und ermöglicht damit Jedem an der Schweizer Uhrenindustrie Interessierten einen beeindruckenden Einblick hinter die Kulissen.


Rezension zur ersten Auflage von Cristian Pfeffer-Belli, 25.11.2020
Dieses kleine Buch sollte jedem leitenden Angestellten inklusive dem Manager der Uhrenmarken aufs Kopfkissen gelegt werden. Jeder dieser Personen sollte es lesen und darüber nachdenken, was der Autor über ihn selber sagt und dass oft sehr direkt, kritisch und nicht selten lehrreich.


Auf den knapp 90 Seiten im kleinen Format mit einer enormen Vielfalt an Informationen zu fast jeder Schweizer Firma wird gesagt, was selten gesagt wird. Sehr kritisch, sehr detailliert und fast immer nachvollziehbar und immer wahr.

Wer, wie der Rezensent, diese 40 Jahre als Chronist der Schweizer Uhrenhistorie selber miterlebt hat, ist begeistert von der Vielfältigkeit des Erzählers. Namen wie Günter Blümlein (IWC, Lange), die Familie Scheuffele mit Chopard, Jean-Claude Biver, eine weitere Lichtgestalt. IWC, Rolex, Jaeger-LeCoultre, Patek Philippe, Parmigiani (Fluch des Geldes) bis hin zu Movado (die aber nur in einem Satz erwähnt werden), wird nahezu jede Marke mit ihren CEO’s vorgeführt mit ihren Stärken, etwas Geschichte (warum, welche) und ihren Schwächen, die meist in Fehlentscheidungen des Managements liegen.

Der Autor schreckt auch nicht davor zurück und kritisiert Fehler, die deutlich machen, wo der Hund begraben liegt. Der Leser kann sich das vorstellen, aber nicht allen portraitierten Personen wird das gefallen. Viele Details hat cpb selber miterlebt, wie er sich auch gut daran erinnert wie I. M. auf der Basler Messe von Stand zu Stand gehetzt und seine scharfzüngigen Fragen dem Mitarbeiter, der die Uhren vorstellte (gelegentlich dem CEO selber) zu stellen. Einige typische Details ließen sich noch dazu erzählen.
Da die Namensregister wie die Rückenbeschriftung leider fehlen, ist man auf das Inhaltsverzeichnis angewiesen. 24 „Kapitel“, oft nur 2–3 Seiten lang, stellen fast alle Schweizer Firmen vor. Von Audemars Piguet mit Georges Golay zu Omega, Blancpain, immer wieder Blümlein, Cartier, Bucherer, sieht er kritisch. Frank Müller, Panerai, Montblanc, Frederic Constant, Roger Dubuis, Breguet. Auch die Mono-Brandstores werden erwähnt.

Die ungeliebten und ernormen Summen, die die Damenuhren verschlingen und doch kommt keiner der Hersteller an dem Duo Cartier oder Chopard im Entferntesten vorbei. Trotzdem versuchen alle Firmen immer wieder Geld in die Damenuhren zu stecken, was meist verbrannt ist.
Rolex, der einsame unangreifbare König der Verkaufszahlen, Produktion und Firmenphilosophie, der aber nichts verlauten lässt. Der Art und Weise wie hier gearbeitet und verkauft wird, kann man kaum widersprechen.

Das fehlende Namensregister hat den Nachteil, dass viele Manager und CEO’s ja immer wieder von einer Firma zur anderen wechseln und mit einem Register ließen sich die Lebenswege leichter und besser verfolgen.

Cpb hat mit sehr viel Freude und großem Interesse und Begeisterung dieses Werk eines Vollblutjournalisten wie I. M. gelesen. Es scheint nur sehr wenige Journalisten zu geben, die solch eine „Tour de Force“ zustande bringen könnten und Mut und großes Detailwissen gehört ebenfalls dazu. Mir fällt eben nur ein Name ein: Pierre André Schmitt, Chefredakteur von „watch around“ (das unabhängige Schweizer Uhrenmagazin), der als einziger Schweizer Journalist den Mut und das Geschick hat, seinen Finger auch in ungeliebte, besser verheimlichte Details der Firmenphilosophie zu legen. Wie weit es dem Berliner Verlag gelingt in die welsche Schweiz und in die Firmenzentrale vorzudringen um dort nicht nur „Kopfschütteln“ hervorzurufen wird sich weisen.
cpb




 

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