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Die Uhrmacherdrehbank

Die Uhrmacherdrehbank

Technologisch müsste es richtiger Uhrmacherdrehmaschine heißen, aber in der Uhrmacherei spricht man weiterhin von der Uhrmacherdrehbank oder dem Uhrmacherdrehstuhl. Der Verlag bietet Bücher zum Thema der Uhrmacherdrehbank in folgender Uhrenbuchkategorie an:

Die Drehbank in der Uhrmacherei

Zur Entwicklungsgeschichte der Uhrmacherdrehbank

Bis zum ersten Weltkrieg stellten Uhrenfabriken / Manufakturen ausschließlich „Rohwerke“ her, die vom Uhrmacher entgratet, mit Lagern versehen und in Gang gesetzt wurden. So waren diese noch Uhrmacher im Wortsinn und benötigten ihren Drehstuhl tagtäglich. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts lieferten die ersten Uhrenmanufakturen fertig montierte Uhren mit „Werkgarantie“ unter eigenem Namen aus. Bis zum 2. Weltkrieg steigerte sich die Vermarktung dieser Uhren so, dass die Uhrmacher zunehmend fertig montierte Werke kauften bzw. komplett fertige Uhren. Die Uhrenproduktion stellte sich in dieser Zeit von der Taschen- zur Armbanduhr sprunghaft um.

Bis zum 2. Weltkrieg war die Dreharbeit des Uhrmachers ganz auf Zupassen nach Gefühl und fachlichem Verständnis ausgerichtet. Erst im letzten Drittel des abgelaufenen Jahrhunderts ist nicht mehr „das Einpassen“ so wichtig als vielmehr die maßgenaue Fertigung. Dies hat nicht die schon immer geringen Maßtoleranzen geändert, sondern „nur“ die Kommunikation über eine Zeichnung, Maßangaben und deren Kontrolle mit Messgeräten. Wurde bis in die 20er Jahre noch mit dem „Fiedelbogen“ das Werkstück im Drehstuhl bewegt, so setzte sich sehr schnell das in eine Richtung drehende Schnurzugrad durch, das ab den 30er Jahren durch einen externen Elektromotor abgelöst wurde. Dieser ist dann seit den 60er Jahren integrierter Bestandteil der Drehmaschine geworden. Doch alles „Alte“ ist noch heute einsetzbar und wird auch in den Werkstätten verwendet.

Nach dem 2. Weltkrieg gab es „Rohwerke“ nur noch fertig montiert und reguliert. Seither entfielen viele Dreharbeiten und bezogen sich „nur noch“ auf die Teileherstellung zur Reparatur. Da der Preis fertiger Gebrauchsuhren seither ununterbrochen fällt, wurden auch immer weniger aufwändige Dreharbeiten / Reparaturen durchgeführt. Diese verlagerten sich immer mehr in den Bereich der Restaurierungen und der Sonder- und Einzelanfertigungen. Durch den eingeschränkten Bedarf reduzierte sich entsprechend das Werkzeugangebot, machte Dreharbeiten aufwändiger und damit teurer. Doch seit den 70er Jahren führten Sammler und „Bastler“ – allgemein als Uhrenliebhaber bezeichnet – zu einer Aufwertung der Fertigkeiten in der Uhrmacherdreherei.

Zusammengefasst: Die Uhrmacherdrehmaschinen sind bis auf den Antrieb weitgehend unverändert geblieben, technische Innovationen der letzten 20 Jahre hatten kaum Einfluss auf diese Maschinen. Alle Fertigkeiten und Werkzeuge werden gebraucht, nur viel seltener als früher. De handwerklichen Drehmaschinen mit ihrem Sonderzubehör entstanden aus der Technik des „Uhrenfertigmachens“. Heute werden die Uhrmacherdrehbänke für Reparatur, Restaurierungsarbeiten und Sonderanfertigungen benötigt.

Früher hatte der Uhrmacher eine großes Sortiment von Uhrmachermaschinen in jeder Größe von vielen Firmen zur Auswahl. In Deutschland waren die größten Lorch, Boley und Leinen, die großen Furnituristen Flume und Jacob hatte eigene Maschinen im Angebot. Zusätzlich hatte die Schweiz einiges zu bieten. Heute ist davon nicht viel übrig geblieben: Vector, Original Leinen, Bergeon, Star, Schaublin (größere Maschinen) und einige andere. Dazu bietet der Verlag folgende Uhrmacherdrehbankkataloge an:

Boley Drehbank Kataloge
Lorch Drehbank Kataloge

Wie arbeitet man mit einer Uhrmacherdrehbank? Wie benutzt man das Zubehör einer Uhrmacherdrehbank? Wie wartet, repariert und ergänzt man eine Uhrmacherdrehbank? Diese und weitere Fragen beantwortet u.a. das Drehbankbuch "Der Uhrmacher an der Drehbank" aus dem Verlag Historische Uhrenbücher! Alle Bücher zum Thema "Uhrmacherdrehbank" finden Sie in folgender Uhrenbuchkategorie:

Die Drehbank in der Uhrmacherei

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