đ© Anfertigung einer Riegelschraube
18. Juni 2025 von Redaktion
đ Aufgabe fĂŒr Auszubildene
Es soll eine Riegelschraube nach MaĂangabe hergestellt und auf einer Messingplatte (15 Ă 10 mm, Dicke 1,3 mm) montiert werden. Die Schraube wird mit einem beliebigen, passenden Stellhebel verschraubt.
Zu beachten:
- Schraubenkopf (ĂâŻ1,4 mm, 3 mm lang) fein poliert
- KopfflÀche, Ansatz und Gewindeende ebenfalls poliert
- AnsatzmaĂe: ĂâŻ1,4 mm (Passung), ĂâŻ1,9 mm (Schaft) fein poliert
- Schlitzbreite: 0,25 mm
- Schlitzhöhe: 0,6â0,7 mm
- FlÀchen und Kanten der Messingplatte sind strichfein zu schleifen, keine Kantenbrechung
- FlÀchen und Kanten des Stellhebels sind strichfein zu schleifen und polierte Kantenbrechung anzubringen (Druckpolitur)

đ§ Arbeitsanweisung
1. đ TrĂ€gerplatte vorbereiten
- Flachmessing 1,3 mm auf 15 Ă 10 mm befeilen.
- OberflÀche strichfein schleifen (Schleifplatte oder Schmirgelstein).
- Im oberen Drittel auf der Mittellinie ein Loch ĂâŻ1,4 mm senkrecht bohren, leicht entgraten.
2. đ§ Stellhebel vorbereiten
- Nockenausschnitt:
- Nach dem zur Verwendung kommenden Stellhebel ist der Schlitz fuÌr den Nocken (die Nase) des Hebels anzureiĂen und zu bohren
- 3 Bohrungen ĂâŻ1,7 mm die im Abstand von je 1,8 mm auseinanderliegen geben die Begrenzung
- Zwischenraum mit Nadelfeile ausfeilen â ergibt Schlitz
- MaĂe richten sich nach dem Nockens des Stellhebels
đ ïž Herstellung der Schraube
a) đ© Rohmaterial & Vorbereitung
- PrĂ€zisionsrundstahl gehĂ€rtet ĂâŻ2 mm, ca. 40 mm lang
- Hellblau anlassen
b) đ Gewinde & Ansatz
- In passende Spannzange einspannen
- Gewindeansatz drehen, dieser muss spÀter flach auf dem Hebel aufliegen
- Gewinde schneiden, ca. doppelt so lang wie der Hebel dick ist
- Gewindekuppe abrunden
c) đ„ HĂ€rten & Anlassen
- In Ăl hĂ€rten
- weiĂ schleifen
- Auf FeilspÀnen- oder Sandbett blau anlassen
đĄ Vorteil: Nach dem HĂ€rten kann scharfkantig und prĂ€zise gearbeitet werden. Fertigung im weichen Zustand wĂŒrde nach dem HĂ€rten zu Verzug fĂŒhren.
d) đȘ Feinbearbeitung & Passung
- Schraube erneut einspannen, 7 mm ĂŒberstehend
- Ansatz ĂâŻ1,4 mm fein drehen â exakt in die Bohrung der Platte schleifen
- Passspiel mit montiertem Hebel prĂŒfen (Spiel = Luft!)
- WerkstĂŒck nicht ausspannen!
e) đ Schaft & Kopf
- Schaft:
- ĂâŻ1,9 mm, LĂ€nge 4â5 mm, fein drehen & schleifen
- Kopf:
- Kopfansatz und zylindrischer Teil auf ĂâŻ1,45 mm, LĂ€nge 3,1â3,6 mm
- Abstechen
- Schlitz:
- Mit feiner LaubsÀge (0,25 mm) oder Spaltfeile
- Tiefe: 0,6â0,7 mm
- Kante leicht brechen
f) âš Polieren
- KopfflÀche in Schraubenkopfpoliermaschine exakt auf LÀnge polieren
- Schraube einspannen (Zange ĂâŻ1,4 mm) â zylindrischen Teil & Ansatz polieren
đ Fachlicher Literaturhinweis: Flume-Buch
An dieser Stelle sei auf die Methode des Fachlehrers Maeckert verwiesen:
- Flume-Buch, Band I, Seite 225, Abbildung 2
- Flume-Buch, Band II, Seite 55, Nr. 1228 (Polierfeile, dreikantig)
Empfohlene Technik:
- Verwendung von dreikantiger Polierfeile
- Politur mit Diamantine (intensiv durchgeknetet)
- Welle und Ansatz in einem Arbeitsgang flach polieren
- Wichtig: gleichmĂ€Ăiger Druck auf Ansatz, damit sauberer Rundlauf gewĂ€hrleistet ist
đ Ergebnis: Eine prĂ€zise, rundlaufende Riegelschraube, die sicher und funktional zur Zeigerstellung beitrĂ€gt.
Kategorie: Allgemein
Stichworte: Riegelschraube drehen

