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Zeit und Zeitgeist - Joseph und Thomas Windmills (Buch von M. Curth)

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Art.Nr.: FF19
ISBN: 978-3-939315-39-1
Diesen Artikel haben wir am 18.04.2016 in unseren Katalog aufgenommen.
19,80 EUR
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Buchtitel: Zeit und Zeitgeist
               Joseph und Thomas Windmills – Bürger und Uhrmacher
Autorin: Marlies Curth
ISBN: 978-3-939315-39-19783939315391
Fakten: 1. Aufl. Berlin 2021, 308 S., Format 12,5x19 cm, Softcover

Biografischer Roman

Joseph Windmills wurde 1671 in die Londoner Worshipful Company of Clockmakers aufgenommen und am 4. März 1723 (neue Zeitrechnung: 1724) beerdigt – doch was geschah dazwischen?
Dieser Roman führt in den Alltag Londons, in eine spannende Zeit, in der London niederbrannte, König und Adel sich heftige Debatten lieferten, Kriege wüteten und Friedensverträge nicht lange hielten. Und mittendrin gelang es dem jungen Lehrling Joseph, eine eigene Werkstatt aufzubauen. Immer wieder setzt sich Joseph mit dem Begriff „Zeit“ auseinander und strebt danach, seine Uhren ständig zu verbessern. So wurde er bald von einem einfachen Schmied zu einem der besten Uhrmacher seiner Zeit. Aber welche Qualitäten brauchte ein Handwerker, um Meister zu werden und welchen Schutz boten Familie, Gilde, Politik und Kirche? Und wie lebte ein Uhrmacher im pulsierenden Alltag Londons in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts?

Dieser Roman zeichnet ein lebendiges Bild jener Zeit, in der auch Joseph Windmills und sein Sohn Thomas dazu beitrugen, dass man das Ende des 17. Jahrhunderts als „Goldenes Zeitalter der Uhrmacher“ bezeichnet.

Leseprobe
(ca. 1 MB/ originale Auflösung)

Rezension von Karin Horlbeck
Zeit und Zeitgeist von Marlies Curth ist ein sehr gut recherchierter, lesenswerter Roman. Der Autorin gelingt es informativ und unterhaltsam das Leben zweier Generation Uhrmacher im London des siebzehnten Jahrhunderts zu beschreiben. Joseph und Thomas Windmills, Vater und Sohn, gehörten zu den herausragenden Uhrmachern ihrer Zeit. In diesem Roman werden die privaten und beruflichen Lebensumstände jener Zeit so detailliert und einfühlsam beschrieben, dass man das Gefühl hat, in jene Zeit einzutauchen. Eltern suchen den passenden Ehepartner aus, die Uhrengilde regelt das Geschäftsleben. Die sanitären Verhältnisse katastrophal (die ach so gute alte Zeit). Den großen Brand von 1666 und seine Auswirkungen. Arme, die keine Chance haben, im Leben etwas zu erreichen. Drakonische Strafen für den Versuch die Lebensumstände der Uhrmacherlehrlinge zu verbessern. Leben und Sterben wird in beeindruckender Art geschildert. In diesem Umfeld wird die Arbeit der beiden Uhrmacher detailliert beschrieben, der Bau einer Standuhr mit dem Aussuchen des Holzes, dem Bestellen der Schnitzereien förmlich greifbar. Inspiriert von aus Frankreich geflohenen Uhrmachern (Hugenotten), entwickelte sich die Uhrentechnik in dieser Zeit sprunghaft weiter. Marlies Curth beschreibt als zentrales Thema die Entwicklung hin zur präzisen Taschenuhr in ihrem Roman. Dabei stehen die Personen im Mittelpunkt, nicht die Uhrentechnik. Möglich war dies durch ihre gute Recherche. Wer die Tagebücher Samuel Pepys‘ kennt, ist beeindruckt wie es gelungen ist die Epoche so gut zu schildern. Ein Buch, dass sich lohnt mehrmals gelesen zu werden.
 


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