{"id":2509,"date":"2024-06-14T09:08:01","date_gmt":"2024-06-14T07:08:01","guid":{"rendered":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/?p=2509"},"modified":"2024-06-14T09:08:01","modified_gmt":"2024-06-14T07:08:01","slug":"der-uhrmacher-gestern-heute-und-in-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/allgemein\/der-uhrmacher-gestern-heute-und-in-zukunft\/","title":{"rendered":"Der Uhrmacher gestern, heute und in Zukunft"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Michael Stern (unter starker Verwendung eines Artikel aus NUZ 17 u. 18\/1976 von Georg Schindler)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>\u201eJe unruhiger die Welt wird, umso wichtiger ist es f\u00fcr die lebende Generation, nicht einseitig in den Interessen des Tages aufzugehen, sondern das Ged\u00e4chtnis der Vorzeit zu pflegen und in ernster Betrachtung ihrer Denkm\u00e4ler ein heilsames Gegengewicht gegen die ruhelosen Schwankungen der Gegenwart zu finden.\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">E. Curtius (1814-1896)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt hat sich die Uhrmacherei im Laufe der Jahrhunderte von einfachen Zeitmessger\u00e4ten zu komplexen und pr\u00e4zisen Kunstwerken entwickelt, die ein wichtiger Bestandteil unseres t\u00e4glichen Lebens sind. Die fr\u00fchesten Formen der Zeitmessung waren Sonnenuhren, die das Sonnenlicht verwendeten, um die Zeit anhand des Schattenwurfs zu bestimmen. Diese wurden von vielen antiken Zivilisationen wie den \u00c4gyptern, Babyloniern und Griechen benutzt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom N\u00fcrnberger Ei, der tragbaren Uhr des Meisters Peter Henlein; vom Stunden-, zum Minutenzeiger, zur Mikrosekunde und \u2026 , das ist der Weg, den die Zeitmessung zur\u00fcckgelegt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die die Zeit digital anzeigende Quarzarmbanduhr ohne bewegte Teile am Handgelenk l\u00f6st die mechanische Pr\u00e4zision der Selbstaufzugsuhr \u2013 der Automatic \u2013 ab. Zeitweise fragte man sich, ob einmal das ganze Vokabular des Uhrmachers von fr\u00fcher aus dem Fachw\u00f6rterbuch getilgt wird?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eFederhaus, Minutenrad, Kleinbodenrad, Sekundenrad, Gangrad, Ankerhemmung, Unruh, Spiralfeder mit Breguet-Endkurve, antimagnetisch, 17 Jewels\u201c usw., alles nur ein Nachhall vergangener Zeiten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute wissen wir es: Die elektronischen Quarzuhren verhalten sich zu den herk\u00f6mmlichen Zeitmessern mit ihrer Mechanik wie Strahltriebwerke zu den Viertaktmotoren. Sie sind im Aufbau nicht ohne weiteres durchschaubar, aber sie haben eine viel geringere Zahl von beweglichen Teilen, das hei\u00dft von verschlei\u00dfbaren Furnituren. Manche dieser Uhren haben, abgesehen vom Schwingquarz, \u00fcberhaupt keine sich bewegenden Teile mehr!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst den genauesten Zeitmessern waren durch die Metallwerkstoffe Grenzen auf dem Weg zur absoluten Genauigkeit gesetzt; nur mit Atomen lie\u00df sich eine h\u00f6here Genauigkeit in der Zeitmessung erreichen. Die Genauigkeit der Zeitmessung der Atomuhr fand rasch praktische Anwendung in der Nachrichtentechnik und in den Schiffahrts- und Luftfahrts-Navigationssystemen. Laserstrahlmessungen, z.&nbsp;B. die Strecke von der Erde zum Mond, im interplanetarischen Vakuum erfolgen bereits mit Nanosekunden-Genauigkeit, das entspricht einer Milliardenstel Sekunde Genauigkeit und auf dem Mond einer Distanz von nur 30 cm Strahlbreite! Daraus lassen sich heute bedeutende Aufschl\u00fcsse \u00fcber die Bewegung von Mond und Erde, die Polverschiebung, die Kontinentaltrift usw. finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit hat der Fortschritt der Zeitmessung die Grenzen der Zeitgenauigkeit erreicht. Die sog. \u201eb\u00fcrgerliche&#8221; Zeit unserer \u00fcblichen Uhren richtet sich heute nach der TUC (<a><\/a><a>Temps universel coordonne<\/a>), d.&nbsp;h. \u201ekoordinierte Weltzeit\u201c, festgestellt durch die C\u00e4sium-Atomuhr. Wir leben also in einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Epoche der Zeitmesstechnik, die Auswirkungen auf das 600 Jahre alte Uhrmacherhandwerk haben wird, und die abzusehen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber eins vorweg: Die mechanische Uhr l\u00e4sst sich nicht unterkriegen. Neue Werkstoffe und neue Fertigungsmetoden haben seit ca. 1990 zu einer Renaissance &nbsp;dieser mechanischer Armbanduhren gef\u00fchrt, mit nie dagewesenen Komplikationen! Das Sammelgebiet Armbanduhr hat gro\u00dfe Beliebtheit, Uhrenliteratur zur Reparatur wird wieder nachgefragt (<em>www.uhrenliteratur.de<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber der Reihe nach, wobei wir hier den Bereich der Gro\u00df- und Taschenuhren nur am Rande streifen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>Der Uhrmacher gestern<\/em><\/strong><strong><em><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Erfindung der tragbaren Uhr &#8211; der Taschenuhr &#8211; zu Beginn des 16. Jahrhunderts l\u00f6ste sich der Uhrenbau von der Schlosserei. Im Jahre 1556 erhielten die N\u00fcrnberger Uhrmacher eine eigene Zunft mit besonderen Rechten und Pflichten und bald folgten weitere Z\u00fcnfte in den anderen Reichsst\u00e4dten, so in Augsburg, K\u00f6ln und Wien. Der Uhr-Macher hie\u00df in diesen Zeiten \u201eOrmaister\u201c, anfangs war er meist Schlosser oder B\u00fcchsenmacher im Nebengewerbe. Schon fr\u00fch trat jedoch eine Trennung ein: Gro\u00dfuhrmacher &#8211; Kleinuhrmacher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1559 entstand die Genfer Uhrmacherzunft der Kleinuhrmacher, die St\u00e4dte Paris, London, Augsburg, Wien u. a. bezeugen wenig sp\u00e4ter Kleinuhrmacher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die tragbare Uhr ist 1530 noch ein Geschenk f\u00fcr F\u00fcrsten oder bedeutende Personen, z.&nbsp;B. Luther erhielt eine Kleinuhr zum Geschenk. 1580 wird sie ein Objekt f\u00fcr reiche Patrizier, im siebzehnten Jahrhundert erobert sie den zweiten Stand, den Adel. Im 18. Jahrhundert ist die reich geschm\u00fcckte Taschenuhr, &#8211; es gab schon Armbanduhren, Ringuhren damals &#8211; dem dritten Stand &#8211; dem B\u00fcrgertum &#8211; zu eigen und beim Aufkommen des industriellen Zeitalters wird sie dem Arbeiter, dem Proletarier unentbehrlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1867 schuf G. F. Roskopf die billige Taschenuhr und begann seine Massenfabrikation der \u201emontres du proletaire&#8221;. Die erste gr\u00f6\u00dfere Bestellung auf diese Art von billigen Uhren kam bezeichnenderweise von einem russischen Generalstabsmajor aus Helsingfors, der 240 St\u00fcck f\u00fcr seine Unteroffiziere anforderte, um diese zur P\u00fcnktlichkeit anzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gro\u00dfuhrmacher waren im 18. Jahrhundert noch \u201efreie K\u00fcnstler\u201c, die Kleinuhrmacher jedoch von Anfang an Zunftmitglieder im damaligen Heiligen r\u00f6mischen Reich deutscher Nation. Als sp\u00e4ter die Gro\u00dfuhrmacher in die Z\u00fcnfte aufgenommen werden mussten, kamen Streitigkeiten auf, die beispielsweise in M\u00fcnchen erst 1791 durch einen Vergleich beendet werden konnten. Jeder Meister war f\u00fcr seine Person &#8211; nicht f\u00fcr seine Gehilfen! &#8211; berechtigt, sowohl gro\u00dfe wie auch kleine Uhren anzufertigen. Reparaturen durften an allen Uhren einschlie\u00dflich Turmuhren von allen in einer Uhrmacherwerkstatt Besch\u00e4ftigten vorgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Bayern trat 1825 ein neues Gewerbegesetz in Kraft, hier traten an Stelle der Z\u00fcnfte freie Gewerbeorganisationen. Nach der neuen \u201efreien&#8221; Gewerbeordnung hatten nun alle Uhrmacher das Recht, Uhren aller Art zu verfertigen und zu reparieren; neben den eigenen Fabrikaten auch solche zu verkaufen, die im Handel bezogen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Handel mit Uhren war auch anderen Gesch\u00e4ften, besonders den Schmuckwarenh\u00e4ndlern, den Juwelieren erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfertigung und Verkauf von h\u00f6lzernen (sic!) Bauernuhren, \u00e4hnlich den Schwarzw\u00e4lder Wanduhren, wurden als freier Erwerbszweig den Gebirgs- und Waldbewohnern Bayerns \u00fcberlassen, damit sie sich w\u00e4hrend der Wintermonate einen Nebenverdienst schaffen konnten. Mit dem Einsetzen der Uhrgl\u00e4ser in Gro\u00dfuhren befassten sich sowohl die Uhrmacher als auch das Glaserhandwerk. Uhrk\u00e4sten durften aber nur von den einheimischen Schreinern und Holzbildhauern angefertigt, also nicht von ausw\u00e4rts bezogen werden. So bestimmte es die alte bayerische Gewerbeordnung, die bis 1869 gegolten hat, in anderen Landesteilen Deutschlands wird es \u00e4hnlich gewesen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Uhrmacher-Z\u00fcnfte<\/em>, die in Bayern 1825 schon aufgel\u00f6st waren, bestanden in Deutschland bis 1869 (Jahr der Gewerbefreiheit). Dresden besa\u00df im \u00dcbrigen die letzte, noch mittelalterlich gegliederte Uhrmacher-Zunft. Nach 1869 traten \u00fcberall in deutschen Landen an Stelle der Z\u00fcnfte die freien Uhrmachervereine, die Innungen. Der Berliner Hofuhrmacher Reinhold St\u00e4ckel (1847\u20131897) gr\u00fcndete auf Anregung des Berliner Vereins 1876 den ersten Zentralverband Deutscher Uhrmacher, dessen Vorsitzender er bis 1892 war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwa 1000 Mitglieder umfasste der erste Zentralverband in dieser Zeit. H\u00f6hepunkte waren die gro\u00dfen Verbandstage, wie der zur 400-Jahr-Feier Peter Henleins 1905 in N\u00fcrnberg, der gemeinsam mit dem deutschen Uhrmacher-Bund, gegr\u00fcndet von Carl Marfels, begangen wurde. Der Zentralverband Deutscher Uhrmacher bestand bis zur Aufl\u00f6sung des Deutschen Reiches im Jahre 1945. Das jahrelange erfolgreiche Wirken auf fachlichem Gebiet, auch im Vereins- und Fachzeitungswesen, im Ausbildungsbereich und das Auftreten dieser Standesorganisation durfte in der Welt beispielhaft gewesen sein! Die Uhrmacher von einst wurden durch ihren gro\u00df gewordenen Verband gepr\u00e4gt und wesentlich gef\u00f6rdert \u00fcber Zeiten und L\u00e4ndergrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>Chronologie der Erfindungen in der ersten Periode der Uhrmacherkunst ab 1500<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Peter Henlein, Schlossermeister in N\u00fcrnberg, baut zwischen 1500 und 1505 die erste in der Welt bekannt gewordene, <strong>tragbare Kleinuhr<\/strong>. Die \u00e4ltesten Taschenuhren sind zylindrisch, ganz aus Eisen hergestellt. Auch in die damals beliebten Bisam\u00e4pfel werden von Henlein Uhrwerke eingebaut. Es gibt \u00fcbrigens nirgends in der Welt eine signierte Taschenuhr dieses ersten N\u00fcrnberger Uhrmachermeisters.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1550 &nbsp;&nbsp;&nbsp; wird das Federhaus in den Uhren eingef\u00fchrt. Vorher lief die Zugfeder zwischen den Gestellpfeilern ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1550 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Die ersten Uhrgestelle aus Messing werden angewendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1580 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Antrieb der Uhrwerke mit Schnecke und Darmsaite auf das Antriebsrad wirkend, ergibt einen genaueren Uhrgang mit der Waag (Foliot). Einf\u00fchrung der Radunruh anstelle des Foliot.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1600 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Ovale tragbare Uhren, Halsuhren, als \u201eEyerlein\u201c \u2013 f\u00e4lschlich als \u201eN\u00fcrnberger Eyerlein\u201c bezeichnet, kommen auf. 1533 wurde bereits ein \u201efranz\u00f6sisches Uhrwerk\u201c in ovaler Form bekannt in der ber\u00fchmt gewordenen Taschenuhr des Genfer Erzbischofs Pierre de la Baume, die er bei seiner Flucht aus Genf zur\u00fcckgelassen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1601&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Genfer Uhrmacher-Zunft erl\u00e4sst eine Ausbildungsordnung f\u00fcr Lehrlinge und Gesellen zur Meisterpr\u00fcfung. Es war dies die erste Ausbildungsordnung f\u00fcr Uhrmacher in der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1632 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Erste Anwendung von Schmelzemail bei Taschenuhrgeh\u00e4usen. Jean Toutin (1578\u20131644) aus Ch\u00e4teaudun in Frankreich wendet als Goldschmied als erster die Emailtechnik von Limoges an goldenen Uhrgeh\u00e4usen an. Neben Ch\u00e4teaudun wird Blois ber\u00fchmt und sp\u00e4ter Genf f\u00fcr sch\u00f6ne Taschenuhren mit Emaildekors.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1657 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Mit der Einf\u00fchrung des Uhrpendels durch Christian Huygens (1629-1695) beginnt das Zeitalter der genauen Zeitmessung. Vorg\u00e4nger: Leonardo da Vinci (um 1590) und Galileo Galilei (um 1640) zeichneten bzw. beschrieben die Pendeluhr theoretisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1664 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Uhrmacher Gruet in Genf benutzt als erster die Schneckenkette statt der Darmsaite in Kleinuhren. Die Erfindung der Schneckenkette selbst geschah bereits fr\u00fcher, ihr Erfinder ist unbekannt geblieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1665 &nbsp;&nbsp;&nbsp; erfindet Huygens die Spiralfeder und schuf das Schwingsystem Unruh\u2013Spiralfeder, das ab 1690 allgemein angewendet wird. Erste Taschenuhr mit Unruh-Spiralfeder etwa um das Jahr 1674.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1680 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Uhren mit Minutenzeigern und Stundenzeigern auf einem Zifferblatt. Minutenangaben auf einem besonderen Zifferblatt finden sich jedoch schon fr\u00fcher, z. B. auf der T\u00fcrmchenuhr des Veit Schauffel in M\u00fcnchen 1554.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1680 &nbsp;&nbsp;&nbsp; R\u00fcckf\u00fchrende Hakenhemmung von William Clement, London, eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1686 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Erste Viertelschlag-Repetitionsuhr von dem Londoner Uhrmacher Daniel Quare, gebaut f\u00fcr den K\u00f6nig James II. von England.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1691 &nbsp;&nbsp;&nbsp; wendet der Referent Edward Booth, genannt Barlow, die Repetition in Taschenuhren an, ab 1750 wird die Repetition in Kleinuhren h\u00e4ufiger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1695 &nbsp;&nbsp;&nbsp; konstruiert Thomas Tompion (1638\u20131718) die Zylinderhemmung. \u00dcber 100 Jahre dauert es, bis diese Hemmung allgemein in Taschenuhren verwendet wird, nachdem sie sein Sch\u00fcler Graham 1720 verbessert hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1700 &nbsp;&nbsp;&nbsp; kommen die ersten Uhrgl\u00e4ser in Taschenuhren auf, fr\u00fcher waren keine vorhanden bzw. sie bestanden zusammen mit dem Geh\u00e4use aus Bergkristall.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1704 &nbsp;&nbsp;&nbsp; wendet der Basler Fatio die ersten Lagersteine in Taschenuhren an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1710 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Die ersten getriebenen Taschenuhr\u00ad\u00dcbergeh\u00e4use aus Gold, Silber und Bronze, bis 1770 in steigender Zahl besonders in England.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1715 &nbsp;&nbsp;&nbsp; erfindet George Graham (1673\u20131751) die ruhende Hemmung f\u00fcr Pendeluhren, den sog. Grahamgang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1721 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Quecksilber-Kompensationspendel von Graham.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1724 &nbsp;&nbsp;&nbsp; erfindet der Pariser Uhrmacher Dutertre den Duplexgang, dessen Grundlagen Dr. Robert Hocke 50 Jahre vorher beschrieben hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1748 &nbsp;&nbsp;&nbsp; verbessert Pierre Leroy (1717\u20131765) den Duplexgang, der ab 1840 in engl. Taschenuhren viel angewendet wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1750 &nbsp;&nbsp;&nbsp; konstruiert der Londoner Uhrmacher Thomas Mudge (1715\u20131794), ein Sch\u00fcler Grahams, die freie Ankerhemmung f\u00fcr Taschenuhren. Durch Anbringung des Zuges vollendet Georges Auguste Leschot (1800-1844) im Jahre 1825 die Hemmung und machte sie erst f\u00fcr die Taschenuhr brauchbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1761 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Der engl. Zimmermann John Harrison (1693\u20131776) erbaut sein 5. Seechronometer, das in 161 Tagen nur um f\u00fcnf Sekunden abwich und gewinnt den ausgesetzten Preis von 20.000 Pfund Sterling.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1772 &nbsp;&nbsp;&nbsp; fertigt der Engl\u00e4nder John Arnold (1744-1799) die erste Kompensationsunruh, die er sich erst 1782 patentieren l\u00e4sst. Er wendet auch als erster zylindrische Spiralfedern mit nach innen gebogenen Endkurven an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1780 &nbsp;&nbsp;&nbsp; kommen in Frankreich die ersten Taschenuhren mit Tonfedern als Schlaguhren auf den Markt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1780 &nbsp;&nbsp;&nbsp; erfindet Arnold eine Chronometerhemmung mit Hebfl\u00e4chen am Gangrad.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1790 &nbsp;&nbsp;&nbsp; baut Thomas Earnshaw (1749\u20131814) die erste, heute noch gebr\u00e4uchliche Chronometerhemmung (Federhemmung) in seine Schiffschronometer ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1800 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Sekundenzeiger f\u00fcr Taschenuhren kommt auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1800 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Abraham Louis Breguet (1747\u20131823), der Welt genialster Uhrmacher, erfindet die aufgebogene Spiralfeder (die Breguet-Endkurve). Er wendet als erster Sto\u00dfsicherungen (Parachute) in seinen Taschenuhren an und am 9. Nov.1800 erh\u00e4lt er ein Patent auf das Tourbillon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1807 &nbsp;&nbsp;&nbsp; baut Urban J\u00fcrgensen (1776-1830) in Kopenhagen sein erstes Taschenchronometer. Es besa\u00df eine Wippenhemmung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1815\u2013&nbsp;&nbsp; 1821 arbeitet Abraham-Louis Perrelet (1729-1826) in den Pariser Werkst\u00e4tten des A. L. Breguet an Taschenuhren mit Selbstaufzug und gilt seit 1770 als der eigentliche <strong>Erfinder der Automatic-Taschenuhr<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1822 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Pariser Uhrmacher Rieussec <strong>erfindet den Chronographen<\/strong> (die Stoppuhr).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1842 &nbsp;&nbsp;&nbsp; erfindet Adrian Philippe (1815\u20131894) in Paris den Kronenaufzug (Remontoiraufzug) und wendet diese Erfindung als Teilhaber der Firma Patek Philippe in Genf an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1845 &nbsp;&nbsp;&nbsp; gr\u00fcndet Ferdinand Adolf Lange (1815\u20131875) die Glash\u00fctter Taschenuhrenindustrie und baut seine ersten Pr\u00e4zisionstaschenuhren zuerst mit Stiftankerhemmung, ab 1850 mit dem bekannten Glash\u00fctter Kolbenzahnankergang mit Goldanker und Goldankerrad.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1850 &nbsp;&nbsp;&nbsp; beginnen Howard, Davis &amp; Dennison in Roxbury (Boston) Mass. USA, die erste maschinelle Fertigung von Taschenuhren mit auswechselbaren Teilen. Aus dieser Fertigung entstand sp\u00e4ter die bekannte amerikanische Uhrenfabrik Waltham Watch Co. (1857\u20131957).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1860 &nbsp;&nbsp;&nbsp; begr\u00fcndet Edouard Philipps (1821\u20131890) die Theorie der Spiralendkurven und damit die Pr\u00e4zisionsreglage der Kleinuhr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1860 &nbsp;&nbsp;&nbsp; erfindet Matthias Hipp aus Blaubeuren (1813-1893) in Z\u00fcrich die Pendeluhr mit direktem elektrischen Antrieb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1876 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Gr\u00fcndung des Zentralverbandes Deutscher Uhrmacher in Berlin. Reinhold St\u00e4ckel, Hofuhrmacher in Berlin, war von 1876\u20131892 der erste Vorsitzende des Zentralverbandes der Uhrmacher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1878 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Gr\u00fcndung der Deutschen Uhrmacherschule in Glash\u00fctte durch den Zentralverband auf Anregung von Moritz Gro\u00dfmann (1826 \u20131885).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1897 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Erfindung des Invarstahls (Nickelstahl, 36% Ni) von Professor Ch.&nbsp;E.&nbsp;Guillaume in Paris (1861\u20131922).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1898 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Erstes Invar-Pendel von Dr. Siegmund Riefler in M\u00fcnchen (1847\u20131912).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1905 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Aufkommen der Herren-Armbanduhren in der Schweiz, Damen-Armbanduhren kamen erst sp\u00e4ter auf den Markt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1916 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Die \u201eFront-Armbanduhren\u201c aus der Schweiz mit dem \u201eFenstergitter\u201c zum Schutz des empfindlichen Glases werden auf beiden Seiten der Front im 1. Weltkrieg getragen. Das Leuchtzifferblatt wird allgemein beliebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1920 &nbsp;&nbsp;&nbsp; f\u00fchrt Charles Edouard Guillaume (1861-1938) die Elinvarspirale ein und verbessert damit den lsochronismus von Unruh-Spirale in den Taschenuhren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1924 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Harwood Automatic. Nach dem Patent des engl. Uhrmachers John Haarwood fertigt die Uhrenfabrik A. Schild in Grenchen f\u00fcr die Marke Harwood die <strong>ersten Automatic-Armbanduhren, <\/strong>Uhren mit automatischen Aufzug (Pendelautomatik).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1925 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Einf\u00fchrung der Gadget-Uhren, Kugeluhren aus farbigem Metall als tragbare Kleinuhren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1932 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Die ersten selbstkompensierenden Spiralfedern (Nivarox 1-V) werden in Kleinuhren verwendet, entwickelt durch die von Reinhard Straumann (1892-1967) in Waldenburg (Schweiz) und der Fa. Heraeus in Hanau zusammengestellte Stahl\u2013Nickel\u2013Molybd\u00e4n\u2013Wolfram\u2013Chrom\u2013Beryllium\u00adLegierung. (Nivarox = nicht variabel und nicht oxidierbar).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1932 &nbsp;&nbsp;&nbsp; wird in Deutschland die Quarzuhr f\u00fcr astronomische Zwecke in der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt durch A. Scheibe und W. Adelsberger zum ersten Male benutzt. Die erste Quarzuhr der Welt war bereits 1927 als Frequenznormal in den Bell Telephone Laboratories in New York City in Betrieb. (Zum Vergleich: 1927 ben\u00f6tigte die Quarzuhr in New York ein Zimmer von ca. 50 m3 ; 1976 wird eine Quarzuhr gleicher Genauigkeit in einem Armbanduhrgeh\u00e4use untergebracht!)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1934 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Rolex in Genf stellt die neue, patentierte Rotor-Automatic vor, bei der die bisherige Pendelschwungmasse durch einen frei um 360\u00b0 drehenden Rotor ersetzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1935 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Aufkommen der ersten Uhren-Reinigungsger\u00e4te in den USA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1936 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Anwendung von \u201eZeitwaagen\u201c bei der Reparatur und Feinstellung der Kleinuhren in den USA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1939 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Die ersten wassergesch\u00fctzten Armbanduhren kommen als sog. \u201eTaucheruhren\u201cauf den Markt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dreihundert Jahre war im Uhrmacher\u00adHandwerk der Uhrenbau noch vorherrschend, der Handwerker fertigte neue Uhren als UHREN-MACHER. Er baute die Gro\u00df- und Kleinuhren der Zeit und reparierte und war oft f\u00fcr sich ein kleiner Erfinder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitte des neunzehnten Jahrhunderts begann die industrielle Produktion von Uhren in den Fabriken. Diese erste industrielle Revolution f\u00fchrte dazu, dass aus dem Uhrmacher der Uhrenreparateur wurde, vielfach in der Kombinationsform Uhrmacher und Augenoptiker, Uhrmacher und Goldschmied bzw. Uhrmacher und Juwelier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte der Uhrmacherei offenbart so das menschliche Ringen um die technische Ausf\u00fchrung der Uhr &#8211; das Werksprinzip, um die k\u00fcnstlerische Ausgestaltung ihrer \u00e4u\u00dferen Form &#8211; das Schmuckprinzip. Der Uhrmacher fr\u00fcherer Zeiten war nicht nur Handwerker, sondern auch K\u00fcnstler und man sprach immer von der Uhrmacherkunst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr Niedergang, hervorgerufen durch die erste technische Revolution in der Mitte des 19. Jahrhunderts, war nicht aufzuhalten. Im Uhrmacherhandwerk mussten neue Strukturen entstehen!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Uhrmacher ab 1940\u20131980<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u00dcbergang zur Neuzeit der Uhrentechnik verlief \u00fcber die Automatic &#8211; die Selbstaufzugs-Armbanduhr \u2013, es kam die ATO-Uhr auf, zuerst mit einem mechanischem Schaltelement, sp\u00e4ter mit Transistor, der elektronisch den Antrieb steuerte und damit steigt das elektronische Zeitalter auch in der Uhrmacherei herauf. Der Transistor festigt seine Position in den Zeitmessern und reiht bald die Uhrwerke der fr\u00fcheren Elektrotechnik in die Galerie der Veteranen ein. Der Transistor st\u00f6\u00dft in der entwicklungstechnischen Hauptrichtung weiterhin vor, gewinnt durch Verkleinerung und Vereinfachung (Mikroelektronik, integrierte Schaltungen). Die Ganggenauigkeit erf\u00e4hrt immer weitere Steigerungen, sp\u00e4ter auf das Zehn- und Hundertfache durch die Biegeschwinger (Stimmgabeln, Accutron) und Schwingquarze.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den sp\u00e4ten 1970er und 1980er Jahren f\u00fchrte die Quarzkrise zu einem drastischen Wandel in der Uhrenindustrie. Quarzuhren, die von batteriebetriebenen Quarzwerken angetrieben werden, wurden popul\u00e4rer und erschwinglicher als mechanische Uhren. Dies zwang viele traditionelle Uhrenhersteller dazu, sich anzupassen oder zu schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Aufkommen der digital anzeigenden Uhren (Gro\u00df- und Kleinuhren) ohne bewegte Uhrwerksteile leitet im Uhrenbau eine neue \u00c4ra ein, die Zukunft der Uhrmacher wurde von vielen, zum Teil noch nicht vorhersehbaren, Neuerungen (Innovationen) und Einfl\u00fcssen beeinflusst. Eine Verunsicherung im Fachgesch\u00e4ft kommt auf!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Angebot umfasste mechanische Gro\u00df- und Kleinuhren, teilelektronische und vollelektronische Zeitmesser, die Stimmgabeluhren sind bereits \u00fcberholt, die Quarzuhr ist die Zukunft. Ein Preisverfall \u00e4hnlich wie bei Taschenrechnern scheint sich anzubahnen, die digital anzeigende Quarzarmbanduhr mit LCD\u00ad oder LED-Anzeige ist mehr davon betroffen als die klassische analog anzeigende Quarzarmbanduhr. \u00dcber 95% der Gro\u00dfuhren haben Zeigeranzeige, jedoch nur 20% der elektronischen Kleinuhren. Und das, obgleich bei Letzteren die Bauteile\/Komponenten sehr einfach sind:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus einem einzigen 1-Hz-Ausgang leitet die bekannte Mechanik der Uhr die Anzeige von Stunden\u00ad Minuten-Sekunden und die Kalender-Anzeige ab. Komplizierter sind die Module f\u00fcr digital anzeigende Quarzarmbanduhren ohne bewegte Teile (Solid-state-Modelle). Aus den USA kam die Bezeichnung der \u201eFunktion\u201c: Eine 2-Funktionenuhr zeigt beispielsweise Stunden und Minuten an. Kommen die Sekunden hinzu spricht man von einer 3-Funktionenuhr, bei Anzeige des Tagesdatum sind es 4 Funktionen und auch des Monats 5 Funktionen usw., usw.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Anwendung der Mikroelektronik l\u00e4sst bei Armbanduhren noch weitere Funktionen zu, z. B. ist es heute bereits m\u00f6glich, pers\u00f6nliche Daten zu speichern. Ein elektronischer Kleinrechner \u2013 so wurden Sie damals genannt \u2013 kann mit der Uhr verbunden sein, der Taschenrechner am Handgelenk ist bereits realisiert. Die Armbanduhr wird Zeitmesser und Informationsuhr in einem. Der Preiskampf bei den Solidstate-Armbanduhren hat in den USA bereits begonnen und wird sich \u00e4hnlich wie bei Taschenrechnern auswirken, wo japanische Modelle innerhalb von 2-3 Jahren nur noch ein Zehntel kosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch gesehen l\u00f6st die Batterie in den tragbaren Uhren die Zugfeder ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die mechanische Kleinuhr hat aber immer noch 90% Marktanteil. Sie hatte sich mit gro\u00dfem Erfolg den ver\u00e4nderten Lebens-, Arbeits- und Freizeitgestaltungen der Zeit durch betr\u00e4chtliche Verbesserungen der Robustheit und Vielgestaltigkeit angepasst, wie es die sto\u00dfgesicherten, wassergesch\u00fctzten, auf die Sekunde einstellbaren Armbanduhren zeigen. Weitere Beispiele dieser Anpassung waren die neuartigen Kalenderuhren, die mit dem Doppelkalender (Datum und Wochentag) und der Datum\u00ad Schnellkorrektur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass bei mechanischen Kleinuhren auch Innovationen noch m\u00f6glich sind, beweist das Aufkommen von Armbanduhren mit doppeltem Federhaus, die sehr gute Reglageergebnisse zeigten, ferner die Verdopplung der Schlagfrequenz von 2,5 auf 5 Hz und die Verbesserungen der Stiftanker- und Palettenankerhemmungen. Schlie\u00dflich stellt die automatische Armbanduhr hinsichtlich Konstruktion und Funktionsprinzip im Bereich der mechanischen Kleinuhren das am h\u00f6chsten entwickelte Produkt dar, das im Laufe der letzten 100 Jahre immer mehr vervollkommnet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das 200 Jahre alte Selbstaufzugsprinzip, erreichte mit dem \u201eRotor\u201c, der frei rotierenden Schwungmasse, der die Zugfeder bei jeder Bewegung aufzieht und deren Spannung ann\u00e4hernd konstant h\u00e4lt, den H\u00f6hepunkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel zur Entwicklung der Automatic-Uhr wurde an Werkstoffen, der Schmierung und den Fertigungsverfahren geforscht, und die Produktion gesteigert. Wir sehen das an der Preisgestaltung: Armbanduhrwerke blieben wie Gl\u00fchlampen auf fast demselben Preisniveau, Kostensteigerungen konnten durch Innovationen im Bereiche der Fertigung fast ausgeglichen werden. Eine besondere Entwicklung der mechanischen Kleinuhr war die Herstellung des ersten, praktisch ausschlie\u00dflich aus Kunststoff hergestellten, selbstschmierenden Armbanduhrenwerke (TISSOT Idea 2001). Die meisten Bestandteile des Uhrwerks wurden mittels Spritzgu\u00df hergestellt, einzelne Arbeitsg\u00e4nge vereinfacht und damit die Gestehungskosten gesenkt werden. Trotz des enormen Entwicklungsaufwands konnten sich diese Werke auf Grund von nicht durchsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Industrie bot auch technisch \u201ekomplizierte\u201c Uhren wie Armbandchronographen, Armbanduhrwecker, Taucheruhren, Blindenuhren usw. an, wenn m\u00f6glich mit Automatic-Werken ausger\u00fcstet sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel dazu erfolgte die Entwicklung der Damenuhren, allerdings mit einem durch die h\u00f6heren Anforderungen der Miniaturisierung bedingten zeitlichen R\u00fcckstand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch den Preisverfall der elektronischen Uhren erfolgte eine gigantische Umw\u00e4lzung: Die mechanische Uhr hatte keine \u00dcberlebenschance, eine billige, leicht zu wechselnde Batterie ersetzt die Mechanik mit ihrer st\u00e4hlernen Zugfeder &#8211; Digitaluhren bieten mehr Funktionen f\u00fcrs Geld und scheinen die Analoguhren endg\u00fcltig zu verdr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das hat eine tiefgreifende Struktur\u00e4nderung im Uhrengewerbe zur Folge. Der Wettbewerb wurde immer h\u00e4rter, fachfremde Vertriebskan\u00e4le durch die Gro\u00dffirmen der Elektronikindustrie kamen auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Uhrmacher zwangsl\u00e4ufig wird zum Juwelier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vertriebsmethoden hatten sich gewandelt. Wollte das Uhrenfachgesch\u00e4ft seinen Vorsprung gegen\u00fcber anderen Vertriebssystemen halten und Bestand haben, so war es unerl\u00e4sslich f\u00fcr den Fachmann, mehr Lehrlinge als bisher auszubilden und sich in ganz gro\u00dfem Umfange weiterzubilden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Verkauf erfordert Psychologie, sch\u00f6pferische Fantasie, wirtschaftliches Denken, Einfallsreichtum und systematische Planung &#8211; alles Gegens\u00e4tze, die in der Betriebspraxis verbunden werden m\u00fcssen. Sie k\u00f6nnen nur von berufserfahrenen Kaufleuten miteinander in Einklang gebracht werden. Der Uhrmacher sollte also auch zus\u00e4tzlich ein Kaufmann als Fachgesch\u00e4ftsinhaber sein \u2013 Kaufmann und Mikromechaniker zugleich. Das erforderte ein st\u00e4ndiges Hinzulernen neuen Wissens durch die berufliche T\u00e4tigkeit selbst und Weiterbildungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das rasche Anwachsen des naturwissenschaftlichen, technischen Wissens auf dem Gebiet der gesamten Zeitmesstechnik; der Wechsel und die Verschiebung der Schwerpunkte in der beruflichen Arbeit, hier vom Uhrenverkauf zum Schmuckverkauf; das Vergessen des jeweils nicht angewendeten Wissens, z. B. in der Wartung bzw. Instandsetzung von Zeitmessern (z. B. Chronographen) erfordern ein neues Berufsbild, das gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen unterworfen ist. Die neue \u201eVerordnung \u00fcber die Berufsausbildung zum Uhrmacher nebst Rahmenlehrplan vom 12. April 1976\u201c ber\u00fccksichtigte bereits die Entwicklung der Zeitmesstechnik auf mechanischem und elektronischem Gebiet. Die vorgenommene Namens\u00e4nderung der Innungen als \u201eInnung f\u00fcr Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik\u201c zeigt bereits den Weg, auf dem k\u00fcnftig die Uhrmacher-Handwerker von einst gehen und diese Wandlung zeigt sehr deutlich den Wandel eines alten Berufs auf. Der jetzt neue Berufsbildungsplan ist entsprechend gestaltet, er setzt eine genaue Abstimmung der Lehrinhalte in Schule und Betrieb voraus. Der Uhrmacherberuf ist \u00fcbrigens der erste&nbsp; Ausbildungsberuf (Nr. 388 unter den 447 Monoberufen), der solch eine moderne Ausbildungsverordnung durchgebracht hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der Betriebslehre sind weiterhin \u00fcberbetriebliche Unterweisungen vorgesehen; sie erfolgen in Kursen, in denen jeder Auszubildende nur praktische Arbeiten ausf\u00fchrt, die in der Werkstatt des Betriebes kaum ausf\u00fchrbar sind. Es werden hierbei ganz besondere und spezielle Themen, wie z.&nbsp;B. das Arbeiten mit der Zeitwaage, Feinstellungentstellung ohne R\u00fcckerzeiger, Feinstellung von Quarzuhren mit speziellen elektronischen Einrichtungen usw. zu behandeln sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu dieser Zeit existiert bereits in beiden Teilen Deutschlands ein gut gegliedertes Schulsystem f\u00fcr die Auszubildenden im Uhrmacher-Handwerk. Neben den Landesberufsschulen bestehen die Berufsfachschulen in Furtwangen, Hamburg (auch Meisterschule), Pforzheim und Schwenningen. Diese \u201eh\u00f6heren\u201c Fachschulen werden erg\u00e4nzt durch die Meisterschule in Hildesheim und durch die Schulungsst\u00e4tte des F\u00f6rderungswerks in K\u00f6nigstein. Die Lehrg\u00e4nge in K\u00f6nigstein sind ausgerichtet auf die betriebswirtschaftlichen F\u00e4cher, und allgemein vertriebsbezogene Lehrg\u00e4nge wie Verkaufsschulung und Werbung; Dekoration und Warenkunde sind daneben eingerichtet. Hier werden zus\u00e4tzlich zu den Schulen noch Kurse f\u00fcr Uhrentechnik (speziell Quarzuhren) und weitere auf dem Edelsteinsektor (Graduierkurse) angeboten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Uhrmacher gabt es wahrlich genug, leider wurden sie nicht immer so angenommen wie es geplant ist. Vielfach ist der Slogan: \u201eUhrmacher werde Kaufmann\u201c missverstanden worden. Jede Uhr hat bekanntlich zwei Seiten &#8211; eine Zifferblattseite und eine Werkseite. Genauso wie das Uhrenfachgesch\u00e4ft Laden und Werkstatt hat. Noch viel zu wenig war sich der Uhrmacher seiner St\u00e4rke als Fachmann bewusst \u2013&nbsp;die Uhrenreparaturen wurden als Service betrachtet und viel zu preiswert angeboten. Noch viel zu wenig setzt sich der Uhrmacher f\u00fcr seine fachliche \u00dcberlegenheit in der Werbung ein. Er ist es doch, der den Batteriewechsel f\u00fcr die elektronische Armbanduhr macht und den Service f\u00fcr alle Arten von Gro\u00df- und Kleinuhren aus\u00fcbt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer noch bleibt es die \u201ehohe Schule\u201c des Uhrmachers wie eh und je: die Feinregulierung der Zeitmesser. Hier kann er bei der wissenschaftlich fundierten Bek\u00e4mpfung des lsochronismusfehlers des Regulierorgans Unruh-Spirale seine Talente ebenso beweisen wie bei der Feinstellung bzw. Justierung des Quarzschwingers in den elektronischen Uhren von heute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber, es war leider auch die Zeit der \u201eflotten Reparatur\u201c, deren Folgen noch heute etliche Uhren in ihrer Funktion beeintr\u00e4chtigen. Der Preisdruck forderte seinen Preis \u2013 viele mechanische Gro\u00dfuhren wurden auf Quarzwerke umgestellt \u2013 Vieles war unwiederbringlich verloren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie zeigt sich nun die Situation im Uhrenfach?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die elektrische bzw. elektronische Gro\u00dfuhr ist bereits zu 95% unter den g\u00e4ngigen Uhren eingef\u00fchrt, Reparatur und Service an diesen Uhren geh\u00f6rt zum t\u00e4glichen Werkstattdienst. Die elektronischen Armbanduhren, analog und digital anzeigend, sind im Kommen, wobei der Analog-Anzeige noch der Vorsprung geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man denke einmal an die Abl\u00f6sung der Spindeluhr durch die Zylinderuhr, sie hat immerhin mehr als hundert Jahre gedauert, die Abl\u00f6sung der Zylinderuhr durch die Ankeruhr dauerte nur 50 Jahre und diese n\u00e4chste Abl\u00f6sung nur eine kurze Zeitspanne. Die Zeitr\u00e4ume der technischen Innovationen werden immer k\u00fcrzer, das erfordert konsequentes Zulernen. Obwohl die Ganggenauigkeit nicht immer eine ausschlie\u00dfliche Rolle spielt, man denke an das Styling der Modeuhr, r\u00e4umt ihr der Kunde eine gro\u00dfe Bedeutung ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der K\u00e4ufer findet in den elektronischen Zeitmessern der letzten Generation dieser Zeit, die ohne bewegte Teile die Zeit anzeigen, die ihm, dem modernen Menschen, gem\u00e4\u00dfe Uhr. So schreitet die uhrentechnische Forschung immer weiter vorw\u00e4rts. Das Mondprogramm der NASA, der amerikanischen Raumfahrtbeh\u00f6rde war letzten Endes die Initialz\u00fcndung f\u00fcr diese Mikroelektronik. Es entstanden die integrierten elektronischen Schaltkreise mit Hunderten von Schaltungen auf den Quadratzentimeter, ja auf dem Quadratmillimeter. Die Herstellung solcher integrierter Schaltkreise bedingt andere Fertigungen und der bisherigen Zeitmesstechnik fremde Technologien. <a><\/a><a>Solid-state<\/a>-Armbanduhren werden nun bereits von Firmen auf den Markt gebracht, die bisher nie mit Uhren zu tun hatten aber Halbleiter herstellten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das war eine ungeheure Herausforderung f\u00fcr die Fachindustrie und f\u00fcr den Fachhandel, eine Herausforderung wie sie noch nie da war. Wir d\u00fcrfen deshalb die kommende Zeit mit Spannung erwarten. Gleichzeitig war aber daran zu denken, dass alle kaufm\u00e4nnische und fachliche Anstrengungen machen m\u00fcssen, um die Existenz der Uhren-Fachgesch\u00e4fte zu halten, ja noch auszubauen. Es wurde vom Uhrmacher f\u00fcr die Zukunft mehr Fachk\u00f6nnen gefragt sein als je zuvor.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>Chronologie der Erfindungen in der bis 1980<\/em><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1942 &nbsp;&nbsp;&nbsp; schuf Robert Ditisheim die erste Wecker-Armbanduhr der Welt, die \u201eVulcain-Cricket\u201c in La Chaux-de\u00ad Fonds.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1944 &nbsp;&nbsp;&nbsp; entstand in der Schweiz die erste Fabrik f\u00fcr Sto\u00dfsicherungen, die Parechoc S.A.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1949 &nbsp;&nbsp;&nbsp; lief die erste Molek\u00fcluhr, geschaffen von dem Physiker Lyons im National Bureau of Standard in Washington mit einer Genauigkeit von 10-s\/d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1949 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Weiterentwicklung der automatischen Armbanduhr nach dem Haarwood-Patent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1950 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vorstellung der ersten automatischen Damenarmbanduhr mit einem patentierten Kugellager im Rotor, durch die Fa. Eterna in der Schweiz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1950 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Vorstellung der unzerbrechlichen Uhrfeder (Nivaflex) durch das Institut Straumann in Waldenburg\/Schweiz und durch das Institut Vinetal, Genf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1950 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Bau der ersten elektrischen Armbanduhr mit Kontaktsteuerung und Unruhantrieb in den USA (Hamilton Watch Co.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1952 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Pariser Erfinder Dieude stellt seine elektrische Armbanduhr auf einer Tagung der Deutschen Ges. f. Chronometrie (DGC e.V.) in Hamburg vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1952 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Aufkommen der ersten Plastik-Uhrteile in Deutschland und in der Schweiz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1955 &nbsp;&nbsp;&nbsp; bauen L. Essen und J. Parry die erste C\u00e4sium-Atomuhr, ein Frequenznormal mit einer Genauigkeit von 10-7s\/d in den USA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1956 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Neue Definition der Zeiteinheit \u201eSekunde\u201c (s) durch das Comite International des poids et mesures (Ephemeridensekunde).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1957 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Aufnahme der Massenproduktion von elektrischen Armbanduhren in den USA (Hamilton Watch Co. und Elgin).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1959 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Porta-Lip-Electronic kann als die erste elektronische Armbanduhr mit Transistorsteuerung bezeichnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1959 &nbsp;&nbsp;&nbsp; Erste Stimmgabel-Armbanduhr, geschaffen durch den Schweizer Ing. Hetzel, wird von der Bulova Watch Cie. New York auf den Markt gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1960 &nbsp;&nbsp;&nbsp; erste elektrische Armbanduhr mit Zentralsekunde in der Schweiz (Fa. Landeron).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1961 &nbsp;&nbsp;&nbsp; erste elekt. Armbanduhr in Deutschland (Laco-electric) geschaffen von Lacher &amp; Co., Pforzheim.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1964 &nbsp;&nbsp;&nbsp; erste elekt. Armbanduhr &#8211; die UMF\u00adelectric &#8211; in der DDR, fabriziert vom VEB KI. Gottwald in Ruhla (fr\u00fcher Gebr. Thiel).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1964 &nbsp;&nbsp;&nbsp; erste transistorisierte Herren-Armbanduhr Kaliber ESA 9100 der ersten Generation in der Schweiz (Ebauches).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1967 &nbsp;&nbsp;&nbsp; die erste elektronische Quarzarmbanduhr ATO-CHRON in Deutschland wird von der Fa. Junghans realisiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1968 &nbsp;&nbsp;&nbsp; entwickelt das Schweizer Forschungsinstitut CEH in Neuenburg eine Quarzarmbanduhr mit nur 30 s\/a (30 Sekunden j\u00e4hrliche Abweichung) als Analoguhr &#8211; die dritte Generation der elektronischen Armbanduhr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1969 &nbsp;&nbsp;&nbsp; entwickelt die Uhrenfabrik Tissot in Le Locle das erste Kleinuhrwerk aus Kunststoff in Zusammenarbeit mit den Farbwerken Hoechst a. Main.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1970 &nbsp;&nbsp;&nbsp; kommen auf der Basler Mustermesse die Quarzarmbanduhren der dritten Generation auf den Markt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1970 &nbsp;&nbsp;&nbsp; entwickeln die amerikanischen Firmen Hamilton in Lancaster und die Electro Data in Garland die Solidstate-Armbanduhren mit Leuchtziffern (LCD-Anzeige mit Fl\u00fcssigkristallen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1972 &nbsp;&nbsp;&nbsp; die LED-Anzeige kommt bei elektronischen Armbanduhren auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1975 &nbsp;&nbsp;&nbsp; fertigen bereits die Schweizer Uhrenfabriken der Ebauches-Gesellschaft die Armbanduhren der 4. Generation in gr\u00f6\u00dferen St\u00fcckzahlen. Es sind die Quarzarmbanduhren mit LCD-Anzeige.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1975 &nbsp;&nbsp;&nbsp; In den USA werden die Solidstate\u00adArmbanduhren mit LED-Anzeige (Ziffern gebildet aus Leuchtdioden) zum Verkaufsschlager. Ein Preisverfall wie bei Taschenrechnern k\u00fcndigt sich an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1976 &nbsp;&nbsp;&nbsp; kommt die erste Quarzarmbanduhr mit LED-Anzeige kombiniert mit einem Elektronenrechner auf den Markt. Die zeitanzeigende Uhr erweitert sich zur Informationsuhr, vielleicht die Armbanduhr der Zukunft. (Pulsar-Armbanduhr).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1983&nbsp;&nbsp;&nbsp; Verkauf der ersten Swatch Quarz-Uhr, die vollautomatisch gefertigt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1985&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die 10-millionste Swatch<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1986&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Preis einer Swatch-Uhr betrug 65,00 DM oder sFr 50.\u2013 (33,24 Euro) (UVP)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1990&nbsp;&nbsp;&nbsp; falsches Datum!Das Swatch-SISTEM51 enth\u00e4lt das <strong>erste mechanische<\/strong> Uhrwerk der Welt, das aus nur 51 statt der \u00fcblichen 91 Teile besteht und nur eine Schraube besitzt (<a href=\"http:\/\/www.swatch.com\/de-de\/sistem-51.html\">www.swatch.com\/de-de\/sistem-51.html<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Folge kamen immer neue Swatch Modelle dazu: Skipassuhren, Modelle f\u00fcr Trendspartarten, sp\u00e4ter T\u00fcr\u00f6ffner, Abbuchungsger\u00e4t u.v.m.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Weltuhrenindustrie \u2013 in der Schweiz, in den USA, in Japan, Deutschland steht immer st\u00e4rker unter dem Druck der \u201eelektronischen Revolution\u201c. Das Erscheinen der Solidstate-Armbanduhren ohne bewegte R\u00e4der- und Triebwerke zeigt dem Uhrmacher den Strukturwandel seines alten Gewerbes an. Er wird gefordert, er muss den Herausforderungen des technischen Wandels in seinem Beruf gewachsen sein, wenn er weiterhin in seinem Fachgesch\u00e4ft als Fachmann gelten will. Das bedingt \u2013&nbsp;wie schon erw\u00e4hnt \u2013 f\u00fcr den Uhrmacher lebenslanges Lernen. Die Zeiten sind endg\u00fcltig vorbei, wo die bestandene Meisterpr\u00fcfung lebenslang die Qualifikation des Fachmannes im Beruf bedeutete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Folgendes war in den 1980 Jahren schon absehbar: Die berufliche Anpassung an die schnelle technische und wirtschaftliche Entwicklung wird nur noch auf dem Wege einer st\u00e4ndigen Weiterbildung m\u00f6glich sein. Es geh\u00f6rte nicht viel Phantasie dazu, mit Sicherheit vorauszusagen, dass neue gro\u00dfe Entwicklungen technischer, \u00f6konomischer, sozialer und nicht zuletzt auch politischer Art folgen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Uhrmacher war damit aufgerufen, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen. Als Fachmann f\u00fcr Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik wird er in einem erweiterten Berufsrahmen wirken. Seine Arbeit sollte kein Job auf Zeit, sondern Beruf und Lebensinhalt sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich war zu dieser Zeit schon klar, dass sich der Uhrmacher auf ein oder Zwei Bereiche der Uhrenmesstechnik spezialisieren muss, um qualit\u00e4tsvoll arbeiten zu k\u00f6nnen \u2013 leider versucht er es doch eher weiterhin als Allrouder!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>Der Uhrmacher ab 1980<\/em><\/strong><strong><em><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von der Schlosserwerkstatt f\u00fchrte die Entwicklung der Zeitmesser mit ihren R\u00e4derwerken in das Kabinett des Uhrmachers, um schlie\u00dflich in das Laboratorium des Physikers zu gelangen. Die konkret durchschaubare R\u00e4deruhr wurde zum Abstraktum der elektronischen Uhr ohne bewegte Teile, das Ziffernbild ersetzte das Zifferblatt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese \u201e3. industrielle Revolution\u201c \u2013 die elektronische \u2013 hat die volldigitalisierte Uhr hervorgebracht. Die Quarzarmbanduhr am Handgelenk l\u00f6ste vorerst die mechanische Pr\u00e4zision althergebrachter, feiner Uhren ab. Wir wissen es: Die traditionellen Uhren von fr\u00fcher sind damit in Frage gestellt \u2013 oder doch nicht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es hat ein Innovationsschub ohnegleichen stattgefunden. Das \u201eDopen&#8221; von Silizium\u00adScheibchen von nur wenigen Quadratmillimetern erm\u00f6glicht es, die Leistungsf\u00e4higkeit solcher gro\u00dfintegrierter Schaltkreise zu vervielfachen. Es werden Tausende von elektronischen Bauelementen in wenigen Arbeitsg\u00e4ngen auf solche Scheibchen aufgebracht und untereinander \u201everdrahtet&#8221;. Sie bringen die Erschlie\u00dfung neuer Anwendungsgebiete in der Zeitmesstechnik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man denke auch an die Taschenrechner: Innerhalb von drei Jahren hat sich der gesamte Rechenmaschinen-Weltmarkt zugunsten der elektronischen Rechner umgeschichtet. Auch hier ist die Zeit der Mechanik vorbei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischenzeitlich wurde auch das Batterieproblem gel\u00f6st (Lithium-Zelle); die Solarzelle &#8211; die \u201eSonnenbatterie\u201c \u2013 ist bereits Standard, ebenso wie die Funkuhr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die elektronische Armbanduhr entwickelt sich zu einem elektronischen Armbandinstrument, bei dem die Angaben der Zeit nur noch eine von vielen Funktionen sein wird. Denken wir dabei an die Sportuhren mit ihren vielen M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer zwischen 200\u2013300 Millionen St\u00fcck liegenden Weltuhrenproduktion hatte 1980 <a><\/a><a>die Solid-state<\/a>-Uhr einen Anteil der von mindestens einem Drittel. Dieser Anteil hat sich seitdem noch erheblich erh\u00f6ht, da sich das Konzept der billigen Wegwerfuhr durchsetzt hat, die bereits jetzt im Einzelhandel zum Preis von 20\u201350 DM zu kaufen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Konkret gesagt, das Problem der fachfremden Vertriebskan\u00e4le hat den Uhrenfachgesch\u00e4ften zugesetzt: Elektronische Armbanduhren und Gro\u00dfuhren gab es beim Radiofachhandel, B\u00fcromaschinenhandel, im Papiergesch\u00e4ft, im Supermarkt, Warenhaus oder sonstwo?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig setzte ein Sterben vieler Werk- und Uhrenhersteller ein. Die Schweizer Uhrenindustrie erlebte die gr\u00f6\u00dfte Krise aller Zeiten. Aus der Ebauches SA, dem Zusammenschluss vieler Werkehersteller blieb einzig die ETA \u00fcbrig. Bei den Uhrenfirmen \u00fcberlebten zun\u00e4chst die Edeluhrenhersteller, die zwar auch auf Quarztechnik umstellten, aber den mechanischen Bereich weiter pflegten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann eine kleine Revolution: Die ersten Swatch Uhren \u2013 sie sind nicht reparierbar \u2013 &nbsp;eroberten <strong>1983<\/strong> den Markt und wurden zur sammelf\u00e4higen Kultuhr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gen\u00fcgte nun noch die jetzige Ausbildung zum Mikromechaniker, zum Uhrmacher der Zukunft gem\u00e4\u00df dem Lehrplan Nr. 388? Neue Arbeitsstrukturen im Fachgesch\u00e4ft werden mehr als bisher neue Kenntnisse, Selbstst\u00e4ndigkeit und Verantwortung erfordern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen weiteren Einbruch haben Uhren bei der j\u00fcngeren Bev\u00f6lkerung erlebt: Immer mehr schauen zu Zeitbestimmung nur noch auf ihr langsam \u00fcblich werdendes Handy, eine Uhr wird nicht mehr getragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig kam es aber auch zum Wiederentdecken der mechanischen Uhr. Dies manifestiert sich im Erscheinen mehrerer Uhrenzeitschriften, zuerst mit dem Uhren-Magazin 1989. Vor allem M\u00e4nner erkennen speziell in den teureren Uhren ein Statusobjekt und in den mechanischen Armbanduhren ein interessantes Sammelgebiet. Gleichzeitig verliert das Sammeln von Taschenuhren an Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Swatch folgte dem Trend: Das SISTEM51 enth\u00e4lt das erste mechanische Uhrwerk der Welt, das aus nur 51 statt der \u00fcblichen 91 Teile besteht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der Dominanz der Quarzuhren erlebte die mechanische Uhrmacherei ab den 1990er Jahren eine Renaissance. Sammler und Liebhaber sch\u00e4tzten die Handwerkskunst und das Erbe mechanischer Uhren wieder, was zu einem Anstieg der Produktion und Nachfrage f\u00fchrte. Uhrenhersteller begannen, sich auf hochwertige, komplexe Uhren mit verschiedenen Funktionen zu konzentrieren, um sich von der Massenproduktion abzuheben. Dies f\u00fchrte zu einer verst\u00e4rkten Forschung und Entwicklung neuer Techniken und Materialien, um die Leistung und Zuverl\u00e4ssigkeit von mechanischen Uhren zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Aufstieg von Smartwatches in diesen Jahren hat die traditionelle Uhrmacherei beeinflusst, indem sie eine neue Art von Verbrauchern angezogen hat, die Interesse an Technologie und Funktionalit\u00e4t haben. Einige traditionelle Uhrenhersteller haben begonnen, Hybriduhren anzubieten, die traditionelles Design mit Smartwatch-Funktionen kombinieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>Der Uhrmacher ab 2000<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neue Ausbildungsformen haben auch im Uhrmacherberuf Einzug gehalten. Die Stufen-, Blockausbildung und die vollschulische Ausbildung zum Uhrmacher greifen immer mehr Raum. So fahren Berliner Uhrmacherauszubildene zum Blockuntericht nach Hamburg, da es in Berlin keine schulische Ausbildung f\u00fcr die noch vier Auszubildenen gibt. Immer weniger Uhrmacher k\u00f6nnen oder wollen noch ausbilden, junge Uhrmacher kommen verst\u00e4rkt aus der vollschulischen Ausbildung \u2013 die talentierten von Ihnen gehen oft in die Schweizer Uhrenbetriebe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen Allround-Uhrmacher kann es bei dem so gro\u00dfen Gebiet der Zeitmesstechnik nicht mehr geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den letzten Jahrzehnten hat sich die Nachfrage nach Luxusuhren erh\u00f6ht, insbesondere in aufstrebenden M\u00e4rkten auf anderen Kontinenten. Schweizer Uhrenmarken behaupten sich weiterhin als f\u00fchrende Anbieter von Luxusuhren, obwohl auch Hersteller aus anderen L\u00e4ndern an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Speziell mechanische Uhren mit Komplikationen sollten nur von spezialisierten, speziell geschulten Uhrmachern revidiert werden. Ohnehin sind die gro\u00dfen Hersteller mechanischer Uhren dazu \u00fcbergegangen, nur noch lizensierte Betriebe mit entsprechender Qualifikation mit ihren Ersatzteilen zu versorgen \u2013 der kleine (ungeschulte) Uhrmacher steht au\u00dfen vor (Und das ist gut so!). Dazu kommen Innovationen, die ein Uhrmacher nur selten beherrscht (z.&nbsp;B. Bauteile aus Silizium, etc.)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Uhrensammler haben zunehmend Probleme damit, einen geeigneten Uhrmacher f\u00fcr die Revision ihrer mechanischen Armbanduhren zu finden. Gleiches gilt f\u00fcr komplizierte Taschen-, aber auch Gro\u00dfuhren. Und die alten elektrischen und elektronischen Uhren k\u00f6nnen nur noch vereinzelte Spezialisten reparieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausbildungsaufgaben sind inzwischen andere, denn Rolle und Profil des Uhrmacher-Juweliers bzw. des Zeitmesselektronikers (Uhrmacher-Elektronikers) sind andere als fr\u00fcher. 2023 sind in Deutschland noch 2500 Uhrmacher gemeldet \u2013 es werden immer weniger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht bedeutet die weitere Schaffung von Reparaturzentren, die wegen der Spezialisierung und Serienarbeit imstande sind, alle au\u00dferhalb des Servicedienstes in den Fachgesch\u00e4ften anfallenden Instandsetzungen von Uhren und Schmuck zu \u00fcbernehmen, ein wirklicher Fortschritt in der Zukunft?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Uhrmacher ist inzwischen keiner mehr, er ist im wahrsten Sinne Zeitmesser-Instandsetzer in seiner Werkstatt, sofern er \u00fcberhaupt noch eine besitzt, geworden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er sollte sich spezialisieren zum Zeitmesselektroniker oder als Fachmann f\u00fcr die die Wartung und Pflege einfacher mechanischer Uhren oder f\u00fcr Uhren mit Komplikationen (z.&nbsp;B. Chronographen). Das komplette Gebiet der Uhrmacherei k\u00f6nnen nur noch \u201eUniversalwissenschaftler\u201c \u00fcberblicken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Instandsetzung der Uhr, des Zeitmessers, wird vermutlich in Zukunft immer mehr in Reparaturzentren erfolgen. Diese k\u00f6nnen eine Vielzahl von Zeitmesser-Reparateuren besch\u00e4ftigen, jeder mit einem Spezialgebiet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der im Handel t\u00e4tige Uhrmacher sollte sich auf einfache Servicearbeiten beschr\u00e4nken, die er beherrscht \u2013 zum Wohl der Uhren und des Kunden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer den Beruf des Uhrmachers erlernen will, dem sei diese Seite empfohlen: <em><a href=\"http:\/\/www.azubiyo.de\/berufe\/uhrmacher\/\">www.azubiyo.de\/berufe\/uhrmacher\/<\/a> und nat\u00fcrlich die Grundlagenliteratur aus dem Verlag Historische Uhrenb\u00fccher <a href=\"http:\/\/www.uhrenliteratur.de\">www.uhrenliteratur.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>nsgesamt hat sich die Uhrmacherei im Laufe der Jahrhunderte von einfachen Zeitmessger\u00e4ten zu komplexen und pr\u00e4zisen Kunstwerken entwickelt, die ein wichtiger Bestandteil unseres t\u00e4glichen Lebens sind. <a href=\"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/allgemein\/der-uhrmacher-gestern-heute-und-in-zukunft\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2511,"comment_status":"closed","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2509","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2509","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2509"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2509\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2514,"href":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2509\/revisions\/2514"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2511"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2509"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2509"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/uhrenliteraturshop.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2509"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}