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Geschichte der Uhrblatt-Produktion in der Wilhelmsburger Steingut-Fabrik (Buch von Rene Edenhofer)

Geschichte der Uhrblatt-Produktion in der Wilhelmsburger Steingut-Fabrik (Buch von Rene Edenhofer)
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Lieferzeit: 1 Woche
Art.Nr.: F506
ISBN: 978-3-9501460-9-7
69,00 EUR
inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten


  • Details

Produktbeschreibung

Buchtitel: Geschichte der Uhrblatt-Produktion in der Wilhelmsburger Steingut-Fabrik
Autor: Rene Edenhofer
ISBN: 978-3-9501460-9-7 / 9783950146097
Fakten: 1. Auflage 2013, gebunden, Format 20,7 x  28 cm, 312 Seiten mit 1057 Abbildungen, davon 467 in Farbe

Buch über die Uhrblatt-Produktion der Wilhelmsburger Steingut-Fabrik

Die vorliegende Publikation dokumentiert die umfangreiche Uhrblatt-Produktion der Wilhelmsburger Steingut-Fabrik in der Zeit von 1900 bis 1955. Spannend erzählt, befasst sie sich auch mit der Geschichte vieler Uhrblatt-Abnehmerfirmen. In dieser Art und Weise zum ersten Mal zusammengefasst und aufgearbeitet, beschreibt dieser Band auf 312 Seiten detailliert und mit über 1000 Abbildungen versehen diesen umfangreichen Wilhelmsburger-Produktionszweig.

Darüber hinaus liegt mit diesem Buch erstmals auch ein faszinierender Abriss über die großen Namen der Deutschen Uhrenindustrie in jener Zeit vor die Niederlassungen und Montagebetriebe auf dem Gebiet der Österreichisch-Ungarischen Monarchie errichteten. Die genauest ermittelten  Firmenbiografien werden am Beispiel der Küchenuhrenproduktion lebendig.

Verschiedene „Anhang“-Kapitel erklären die Zuordnung, die Dekor- und Formfindung und die zeitliche Einordnung von Uhrblättern. Außerdem werden darin die Wilhelmsburger Marken auf Uhrblättern, die Marken der Uhrblattabnehmer und chronologische Darstellungsänderungen am Beispiel der Junghans-Marke beschrieben.

450 Uhrblätter in zwei Uhrblattverzeichnissen (1900 – 1935 und 1936 – 1955) sind, nach Formen systematisch geordnet, beschrieben und abgebildet, einfach auffindbar in Bild und Text dargestellt. Aufgrund der vorhandenen Formenvielfalt bietet diese Art der Präsentation eine bequeme Such- und Zuordnungsmöglichkeit.

Es ist ein Standardwerk für alle, die mehr wissen wollen über die Uhrenproduktion in der k.u.k. Monarchie und der späteren Republik Österreich.

 

Rezension von Dr. Huber schreibt zum Buch über Uhrblatt-Produktion der Wilhelmsburger Steingut-Fabrik (DGC-Mitteilung 137):

Die Küchenuhr war in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts nach dem Wecker der am meisten verkaufte Uhrentyp. Bereits beim Aufkommen der Küchenuhr um 1900 war Steingut das bevorzugte Material für die entsprechenden Uhrblätter. Steingut war wie geschaffen für die Küche: Kochdämp- fe, Fett, Staub und Ruß konnten dem Uhrblatt nichts anhaben. Nach jeder Reinigung strahlte es schön wie am ersten Tag! Für die Steingut-Industrie eröffnete sich somit mit Uhrblättern für Küchenuhren in der Zeit um 1900 ein neues attraktives Betätigungsfeld. Steingut-Uhrenblätter waren preiswert in der Herstellung und konnten in hohen Stückzahlen bei gleichbleibender Qualität hergestellt werden. In großer Dekor- und Formenvielfalt angeboten, verdrängten sie fast alle anderen Uhrblattmaterialien aus der Küche. Anhand der traditionsreichen österreichischen Wilhelmsburger Steingut-Fabrik (bereits 1810 gegründet) hat der Buchautor in fünfjähriger intensiver Arbeit anhand umfangreicher Archivrecherchen die Geschichte nicht nur der Uhrblätter und ihrer Produktion für österreichische Uhrenfirmen zusammengetragen. Vielmehr dokumentiert das Buch auch die bisher kaum bekannten Firmengeschichten von Junghans, Gustav Becker, Kienzle, Mauthe, HAU und anderen Unternehmen im k.u.k. Österreich.

Mit den scharfen österreichischen Zollbestimmungen für fertige Uhren aus dem Jahr 1887 drohte den großen deutschen Uhrenfirmen in Österreich ein wichtiger Markt verloren zu gehen. Da die Zollschranken nicht für Einzelteile galten, errichteten die deutschen Uhrenfirmen auf dem Gebiet der Monarchie zunächst Montagebetriebe, in denen unter Umgehung der Zollabgaben Einzelteile zu kompletten Uhren zusammengebaut wurden. Da auch Steingut-Importe nach Österreich in dieser Zeit mit Zöllen belegt waren, kamen deutsche Steinguthersteller wie Villeroy & Boch oder die „Schramberger Majolika-Fabrik“ kaum zum Zug. Die „Wilhelmsburger Steingut-Fabrik“ dagegen profitierte von dieser Regelung, trat ab der Jahrhundertwende verstärkt als Zulieferer in Erscheinung und entwickelte sich in dieser Zeit zu einem der größten europäischen Uhrenblatt-Hersteller Europas.

Nach einer Einführung in das Thema mit der wechselvollen Geschichte der „Wilhelmsburger Steingut-Fabrik“ beschreibt der Autor in dem Buch auf über 100 reich illustrierten und detailreichen Seiten die insgesamt 9 Uhrenfabriken in der k.u.k. Monarchie (von Andres & Dworsky bis Tesar), die Uhrblätter der „Wilhelmsburger Steingut-Fabrik“ verwendet haben. Das ist besonders verdienstvoll, da über deren Geschichte bisher in der Literatur kaum etwas zu finden war. Es folgt ein Kapitel über die Zulieferungen und die Zusammenarbeit mit Versandhäusern, Uhrengroßhändlern und Verkaufsgenossenschaften wie z.B. Alpina. Auf den nächsten 130 Seiten wird dann die Uhrblattproduktion der „Wilhelmsburger Steingut-Fabrik“ im Detail dokumentiert. Möglich wurde dies durch Archivunterlagen, die erst 1999 wieder aufgefunden wurden und in 2 Verzeichnissen als Papierblattsammlung Uhrblattformen und Dekore enthalten. Hilfreich die Ausführungen wie Uhrblätter, die nicht im Uhrblattverzeichnis enthalten sind, trotzdem über Dekor und Form zugeordnet werden können. Ebenso nützlich für die zeitliche Einordnung sind die Details zu Stempelmarken, Zeiger, Uhrwerke oder die Zahlengestaltung auf den Ziffernblättern. Alles ist mit beeindruckenden Farbfotos dokumentiert. Sämtliche in den Archivunterlagen vorgefundenen Uhrblätter sind mit allen vorhandenen Werksdaten und Kundenangaben in tabellarischer Form dokumentiert und können so als ideales Nachschlagewerk verwendet werden. Aufgelockert dazwischen finden sich ganzseitige Farbabbildungen interessanter Uhrblätter in ästhetisch perfekter Qualität.

Der Autor hat nicht nur mit seinem Buch zu Uhrblätttern für Küchenuhren Neuland betreten, sondern auch mit den detaillierten Biographien über die österreichischen Uhrenfabriken der k.u.k. Zeit und ihrer Nachfolger. Das macht das Buch auch für alle interessant und wertvoll, die sich nicht primär für Küchenuhren interessieren.

Zusammenfassend liegt hier eine akribisch recherchierte und wertvolle Neuerscheinung in hochwertiger Aufmachung vor, die sowohl vom Inhalt als auch von der Präsentation in jeder Hinsicht überzeugt und die eine große Leserschaft verdient hat.


Inhaltsverzeichnis und Probeseiten
(ca.  4 MB - reduzierte Auflösung)